11. August 2013

because it's time to take a risk.

Amélie?, schrie jemand gegen die laute Musik an und klopfte gegen die Tür. Seufzend schwang ich mich vom Bett und stellte mich vor den Spiegel. Schnell wischte ich mir die verschmierte Schminke aus dem Gesicht und schaltete die Musik ab, ehe ich zur Tür schritt und sie aufschloss. Ohne ein Wort zu sagen, zwang Chris sich durch den Spalt der Tür und wartete, bis ich den Schlüssel wieder umgedreht hatte. Er seufzte als er mir in mein Gesicht blickte und ließ sich schließlich auf den Platz neben mich nieder. Ich ließ meinen Blick auf den Garten gerichtete, sodass ich ihn nicht ansehen musste. Hör zu, Amélie.., begann er nun in einem leisen Ton. Ich weiß, dass das unerwartet kam und ehrlich gesagt, bin ich auch gerade echt..überrascht. Aber egal, was du für eine Entscheidung triffst, zwischen uns wird sich nichts ändern. Egal ob du hier lebst oder in Deutschland, werde ich nicht aufhören dich zu lieben.“ Er nahm meine Hand in seine und fuhr mit seinem Finger sanft darüber. Ich..Das ist einfach so..Ich hätte nicht damit gerechnet, weißt du. Ich meine, ich will am liebsten für immer hier bleiben. Aber ich kann das doch nicht einfach von jetzt auf gleich entscheiden! Ohne ein Wort zu sagen zog er mich in seine Arme, drückte mich fest an sich und strich mir immer wieder beruhigend übers Haar. Wieso sagen mir meine Eltern jetzt, dass sie in Betracht ziehen, nach England ziehen? Wieso jetzt?, flüsterte ich und war mir nicht sicher, ob ich mit Chris oder doch mit mir selbst redete. Ich kann nicht weg von hier. Ich kann nicht weg von euch. Ich schaff das sonst nicht. Ich versuchte mich zu beruhigen, nicht anfangen zu weinen. In jeder anderen Situation hätte ich mich über solche Nachrichten gefreut, hätte Luftsprünge gemacht, aber nicht jetzt. Nicht jetzt, wo ich unglaubliches Heimweh nach Deutschland hatte, nach meiner besten Freundin, nach Tim, nach unseren nächtlichen Treffen an unserem geheimen Platz, sogar nach meiner bescheuerten Klasse und Finns behinderten Witzen. Ich bin da, Amélie. Wir sind alle da, flüsterte er leise und küsste mich auf die Stirn, bevor er einen kleinen Abstand zwischen uns aufbaute und mir in die Augen sah. Ich weiß, was gerade in die vor geht. Aber du musst auf dein Herz hören. Was sagt es dir? - Dass ich hier bleiben soll, sagte ich, ohne, dass ich lange darüber nachdenken musste. Bist du glücklich hier? Seine schönen Augen sahen noch immer in meine. Glücklicher als ich es in Deutschland war, antwortete ich ehrlich und mein Blick fiel auf den Garten, in dem Ariane mit ihrer Freundin spielte. Viel glücklicher, fügte ich noch hinzu und für einen kurzen Moment lächelte ich, als mir meine kleine Gastschwester zu winkte. Es würde unheimlich viel geben, dass ich hier vermissen würde. Meinen Freund, meinen besten Freund, die vielen, tollen Freunde, die ich gewonnen hatte, meine Gastfamilie, die mir so wichtig geworden war. Die Gegend, die ich inzwischen fast auswendig kannte. Sogar die Nachbarn, die mir jeden Morgen zu winkten, würde ich vermissen. Ja, sogar Liam, wenn er mal wieder seine Tage hatte und alles und jeden anpampte. Du weißt, dass ich alles dafür tun würde, dich hier zu behalten, aber ich will dich zu nichts zwingen..Ich könnte dich sogesehen auch einfach entführen, an unseren Ort fahren, wo uns niemand findet. Er schaffte es, mir ein kleines Lächeln zu entlocken. Ich liebe dich. Du bist der Beste, Chris. Er fing an zu grinsen. Natürlich tust du das und natürlich bin ich das. Wenn nicht ich, wer sonst?", gab er in einem arroganten Ton von sich, was mich auflachen ließ. Innerhalb kürzester Zeit schaffte er es mich aufzumuntern. Das war unfassbar, aber dafür liebte ich ihn, genau deshalb war er mein Freund. Er brachte mich immer zum Lachen, egal wie schlecht es mir ging. Kuschelst du dich mit mir ins Bett und schaust Filme mit mir?, nuschelte ich gegen seine Brust und weigerte mich ihn los zu lassen. Ich brauchte ihn gerade an meiner Seite. Für dich alles, murmelte er und ich konnte sein Grinsen förmlich hören. Langsam taumelten wir Richtung Bett und ließen uns auf dieses fallen, wobei ich eher auf Chris landete, da ich ihn auch jetzt nicht losgelassen hatte. Irgendeiner muss einen Film in den DVD-Player legen, kam es von Chris, welcher seine Arme um meine Hüfte schlang. , gab ich stumpf zur Antwort, mein Gesicht immer noch gegen Chris Brust gepresst. Nö? Also willst du hier jetzt einfach auf mir liegen, bis du keine Lust mehr hast?, lachte er, wodurch sein Brustkorb sich hob und wieder senkte und mich somit zum Wippen brachte. Genau das war mein Plan! Ich stützte nun mein Kinn auf seiner Brust, wodurch ich ihn ansehen konnte. Ich musste augenblicklich anfangen zu lächeln, konnte immer noch schwer glauben, dass er mein Freund war. Amélie? Seine Augen leuchteten so unglaublich schön. Ich liebe dich. Mehr als du dir vorstellen kannst.“ Grinsend kroch ich ein paar Zentimeter nach oben und legte meine Lippen sanft auf seine. Dieser Junge machte mich so glücklich.



Entscheidung steht fest. Ich bleib hier. Hier bin ich glücklicher, sorgenfreier. Für meine Eltern ist es eine riesen Chance und ehrlich gesagt, für mich auch. 


Kommentare:

  1. Richtig schön geschrieben.
    Alles Gute für dich
    LG
    Lenchen =)

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  2. wieso teilweise in der vergangenheit geschrieben? klar, ein ort ist von den menschen dort abhängig, wenn es um seine beurteilung geht, aber nicht nur, daher würd ich deutschland immer england vorziehn :D lg²

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  3. Wie immer wunderschöön:)

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  4. Der Post ist wunderschön, weißt du ja. Zoe's neuer Blog ist so ein Traum, ich wünschte so wären Chris und ich auch..
    Hannah meinte heute in der Schule zu mir "wir müssen gleich mal reden" und hatte so eine unverkennbare Mimik, bei der ich wusste, dass was nicht stimmte. Sie erzählte mir, dass ein paar Mädchen - Emily und ihre Freundinnen - über meinen Blog reden würden, darüber, dass ich mit "irgendeinem Kumpel" geschlafen hätte, dass ich meinen Ex betrogen hätte.Ja, Hannah weiß jetzt die ganze Wahrheit und das ist eigentlich auch ganz gut so. Ich hatte ihr, kurz bevor sie das erfahren hat, zum Glück erzählt, dass ich mit Chris geschlafen hab, nur verneinte ich die Frage, ob ich da noch mit Matt zusammen gewesen sei. Deswegen ist mein Blog jetzt nur noch für alle meine bisherigen Leser einsehbar, dich natürlich eingeschlossen. Ich wollte eigentlich mal wieder über Chris, noch lieber sogar über Lucas reden, weil ich Samstag und Sonntag was mit ihm gemacht habe, aber ich will mich erstmal in Sicherheit wissen. Bis dahin verzeiht mir, dass ich nicht blogge. Ich bin euch so dankbar für alles, das glaubt ihr gar nicht!

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